An einem Sommertag in New York scheint für den jungen trans Latino Feña alles auf einmal zu passieren: Papa Pablo kommt aus Chile zu Besuch und sucht plötzlich Kontakt, sein heterosexueller Ex-Boyfriend John meldet sich nach monatelanger Funkstille wieder und dann steht auch noch seine 13-jährige Halbschwester Zoe vor der Tür. Doch seit Feñas Transition haben sich die Dynamiken zu allen dreien verändert. Er stellt sich die Frage, wieviel Nähe sich zu den Menschen seines alten Lebens richtig anfühlt. (Quelle: Verleih)
MUTTER widmet sich dem komplexen Thema Mutterschaft. Der Film erzählt von Freude und Zweifel, Macht und Ohnmacht, Wut und Liebe. Die Grundlage für das Projekt ist dokumentarischer Natur. Acht Frauen zwischen 30 und 75 erzählen von ihrem Leben und Muttersein. Allen Frauen gemeinsam ist die Erkenntnis, dass Mutterschaft eine höchst ambivalente Erfahrung ist. Für die filmische Umsetzung werden die dokumentarischen Aussagen optisch in einer fiktiven Figur - dargestellt von Anke Engelke - zusammengeführt. Die Schauspielerin integriert die Berichte der Frauen in die lakonische Erzählung über das alltägliche Leben einer Frau und Mutter. (Quelle: Verleih)
2009 erscheint eine Zeitungsannonce: Pedi und Anny suchen einen Samenspender. Mit dem großen Kinderwunsch der beiden Frauen beginnt diese Familiengeschichte. In einer Zeit, in der das Familienbild aus Mutter, Vater und Kind besteht und die Gesellschaft mit großer Ablehnung auf alles andere reagiert, geht ihr Traum mit Eike endlich in Erfüllung, sie bekommen drei Söhne. Jahre später taucht plötzlich ein Mädchen auf, das ihre Brüder kennenlernen will. Hat Eike noch anderen Familien geholfen? Alte und neue Familiengeheimnisse werden gelu?ftet und der ganz normale Wahnsinn zwischen Windeln wechseln und Fußballspielen nimmt seinen Lauf. Der Dokumentarfilm "MUTTER MUTTER KIND - Let's do this differently" ist ein seltenes Langzeit-Familienporträt über zwei Frauen, die an die Kraft und den Zusammenhalt ihrer Familie glauben. Ihre Kinder wachsen zu jungen Menschen heran, während das traditionelle Familienbild herausgefordert wird. Im Spiegel der Zeit sehen wir die große gesellschaftliche Beschäftigung mit gleichgeschlechtlicher Liebe, Ehe und Elternschaft. (Quelle: Verleih)
Artur und Marcin sind zwei gewöhnliche Jungs im Teenageralter. Plötzlich werden sie verhaftet. Es stellt sich heraus, dass diese zwei scheinbar harmlosen und netten Brüder ihre Mutter bestialisch ermordet haben. Der Film, der auf tatsächlichen Ereignissen basiert, zeichnet ein psychologisches Profil der beiden Protagonisten und zeigt in einer verkehrten Chronologie wie es zu der Bluttat kam, ohne dabei eine Erklärung liefern zu können. (Quelle: www.filmpolska-muenchen.de)
Jeder ist käuflich. Da ist sich Cornelia sicher. Als ihr Sohn Barbu eines Tages einen folgenschweren Verkehrsunfall verursacht, bei dem ein Junge ums Leben kommt, setzt sie deshalb alles daran, die Sache zu vertuschen und Barbu damit vor einer langjährigen Gefängnisstrafe zu bewahren. Sie schreckt nicht einmal vor dem Versuch zurück, die Eltern des Opfers mit Geld zu beschwichtigen. Doch was ist noch mütterliche Fürsorge - und was nur Egoismus? (j.b.)
Obwohl sie einander nicht kennen, haben diese drei Frauen in Los Angeles doch mehr gemeinsam, als sie selbst wahrscheinlich gedacht hätten. Denn während die kinderlose Lucy sich mit ihrem Mann nichts sehnlicher wünscht als ein Baby und deshalb auf eine Adoption hofft, konnte die Physiotherapeutin Karen bis heute nicht verwinden, dass sie als Teenager ihr Kind weggeben musste. Und dann ist da noch die erfolgreiche Anwältin Elizabeth, die einfach alles versucht, um nicht an ihre eigene Vergangenheit denken zu müssen? (j.b.)
Im Jahr 1954 emigriert MARCELLA, die Mutter von Regisseurin MIRIAM PUCITTA, im Alter von 17 Jahren als Gastarbeiterin in die Schweiz - gemeinsam mit mehr als 40.000 anderen Italienerinnen. Der Wirtschaftsboom fordert Arbeitskräfte und fördert damit unabsichtlich den Aufbruch von Geschlechternormen. Marcella wird in der Schweiz zu einer emanzipierten, hart arbeitenden und selbstständigen Frau, als sie mit ihrem italienischen Mann, ebenfalls Gastarbeiter, in der Schweizer Hauptstadt 10 Jahre später ihre Tochter Miriam zur Welt bringt. Es vergehen weitere Jahre, bis die kleine Familie aus für Miriam damals noch unerklärlichen Gründen zurück nach Italien zieht. Über ihre Zeit in der Migration sprechen Miriam und ihre Mutter Marcella dann ein Leben lang nicht. Ein altes Schwarz-Weiß Foto weist auf eine Vergangenheit hin, die zum Tabuthema geworden ist: Es zeigt Miriam als Kleinkind mit zwei älteren Kindern, und umso länger Miriam es betrachtet, desto stutziger wird sie: Wer sind die anderen Kinder auf diesem Foto? Was ist die Geschichte dahinter? Fragen, die sie der mittlerweile depressiven Marcella nicht zu stellen traut. Sie ist unnahbar geworden und scheint wie umhüllt von einem großen Geheimnis. Miriam wird schließlich selbst Mutter, und Marcella liebt ihre Enkelin GIULIA über alles. Plötzlich fallen ihr Dinge ein, über die sie mit Miriam nie sprach: ihre italienische Kindheit - und die Migration in die Schweiz. Könnte die nächste Generation der Schlüssel zu einer verschwiegenen Familiengeschichte sein? Mutter und Tochter machen sich auf die Suche nach Klarheit über die eigene Vergangenheit - in Archiven, bei Verwandten, im Dialog mit ehemaligen Arbeitskolleginnen und Vorgesetzten und nicht zuletzt der eigenen Mutter. Es ist die Geschichte der Mädchen, die zu tausenden angeworben wurden und ihr Elternhaus in Italien verließen, um im Ausland zu arbeiten. Mit italienischen Schlagern, Spaghetti und Vespa-Fahrten verdrängten die jungen Frauen ihr Heimweh, wurden in der Schweiz selbstständig und autark, gründeten Familien. Doch die fremdenfeindliche Gesetzgebung machte ihnen das Leben schwer - weil der Familiennachzug für die italienischen Saisonniers in der Schweiz verboten war, standen vielen Migrantinnen vor einer schwierigen Entscheidung: entweder ihre Kinder nach Italien zu schicken und sie am Telefon aufwachsen zu hören, oder in der Schweiz vor den Behörden zu verstecken. War Miriam so ein verstecktes Kind und ist das Foto der Beweis? Die Suche führt Miriam zur Fremdenpolizei wo sie erfährt, dass ihrem Vater kurz vor der Geburt ein Jahresaufenthalt gewährt wurde, sie somit "offiziell" in der Schweiz existieren und die Schule besuchen durfte. Doch was dann hindert ihre Mutter daran, über die Vergangenheit zu sprechen? (Quelle: Verleih)
Budapest 1944, besetzte Stadt. Ein Tag im Leben von George Taboris Mutter Elsa. Auf dem Weg zu ihrer Schwester Martha wird sie von ungarischen Geheimpolizisten verhaftet und zum Westbahnhof gebracht, wo etwa viertausend Menschen zur Deportation zusammengetrieben werden. Unter dem Oberbefehl eines SS-Offiziers werden die Juden in Viehwaggons zum sogenannten "Tor des Himmels", einem kleinen Ort an der Grenze, gefahren. In einem alten Kornspeicher zusammengepfercht, warten die Menschen auf den Zug aus Deutschland. Unter all den vielen Menschen trifft sie Kelemen, einen Bekannten ihres Mannes. Kelemen, eine gescheiterte Existenz, dem Wahnsinn nahe, versteht nicht, daß ausgerechnet sie, die Frau seines Gönners Cornelius Tabori, sich in diesem Zug befindet. So schiebt er sie zum Tor hinaus. So hinausgestoßen, überwindet sie alle Fesseln der Erziehung und der Vergangenheit und geht unbeirrbar auf einen Offizier zu. Mit List und plötzlicher Unbotmäßigkeit gelingt ihr der Ausbruch in die Freiheit.
Ein Mütteroratorium in 6 Gesängen. Nach dem Dauerbrenner MutterHabenSein stellt sich das Ensemble FreiFrau in der Mitte ihres Lebens dem klassischen Dilemma ohne Entscheidungsoption der Sandwich-Generation: Der Frühling des Lebens, in dem noch alles möglich zu sein schien, ist vorbei; auf der einen Seite die Nicht-mehr-Kinder, die gerade mit präpotenter Kraft in ihr Leben starten und auf der anderen Seite die Eltern, die das Leben nahezu hinter sich haben und wieder zu Kindern werden. In der Mitte eingeklemmt: die Frau und Mutter mittleren Alters mit ihrer Trauer um Vergangenes, ihrer verlorenen Jugendlichkeit, ihren Bedürfnissen, auf der Strecke gebliebenen Lebenskonzepten oder Träumen, wie aber auch mit ihrem immensen Lebenserfahrungsschatz und gewonnener Weisheit. Diese Lebensphase birgt ungeahnte Gestaltungsfähigkeiten: wir halten die Zeit im Auge des Sturms an, bündeln unsere weiblichen Energien und kreieren daraus ein augenzwinkerndes "Oratorium" voller Womanpower. Mitten in dem uns überfordernden Alltag zwischen pubertierenden Halbwüchsigen, alternden Eltern, aufreibenden Beziehungen oder Einsamkeit, Schweißausbrüchen, schlaflosen Nächten und freiberuflicher, künstlerischer Knochenarbeit präsentiert das bewährte FreiFrau-Ensemble eine Herzensarbeit voller Emotion, Lebenslust und Vorfreude auf alles, was kommt. Mit filmischen Mitteln nahmen wir den Titel wörtlich und gingen, anstatt für die eigentlich analoge Premiere zu proben, mit dem Textmaterial und jeder Spielerin einzeln, "mutterseelenallein", auf die Probebühne und setzten dort dennoch theatral filmisch um, was uns live im Jahr 2020 Corona-bedingt nicht möglich war. Im Filmschnitt kommt das FreiFrau-Ensemble wieder zusammen und erzählt auf einer zweiten Ebene auf spielerische Art etwas über einen kreativen Umgang mit der Situation im 1. Corona-Jahr.