In manchen Teilen der Erde braucht die Braut etwas Altes, etwas Neues, etwas Geliehenes und etwas Blaues, um in eine glückliche Ehe starten zu können. In anderen sägt man gemeinsam einen Baumstamm oder bewirft das Brautpaar nach der Trauung mit Reis. In Südkorea gehört eine Hochzeitstruhe zu jeder Vermählung, die mit schönen und symbolträchtigen Dingen gefüllt ist, und die vor der Eheschließung zum Haus der Braut getragen wird. Sie bildet damit jedoch nicht nur den Auftakt zur Hochzeitsfeier, sondern ebenso den Ausgangspunkt dieser filmischen Reise. (j.b.)
Der ermordete Rockmusiker Eric ist zu neuem Leben erwacht. Eine geheimnisvolle Krähe weist den Auferstandenen in seine düstere Aufgabe ein. Grell geschminkt und mit übernatürlichen Kräften versehen, soll Eric sich an jenen rächen, die ihn und seine junge Frau am Hochzeitstag brutal ermordet haben. (Text: Filmverleih)
Rockmusiker wird zusammen mit seiner Geliebten getötet. Er kehrt aus dem Reich der Toten zurück, um sich an den Gangstern zu rächen. Eine Krähe hilft ihm, die Mörder zu stellen und zur Strecke zu bringen. Doch deren Boß überzieht den "Toten" mit Krieg.
Was genau geschah im Krieg in der oststeirischen Gemeinde St. Ruprecht/Raab? Der junge Schauspielstudent Michael Sumper aus Rollsdorf machte sich auf die Spurensuche in die Vergangenheit seiner Heimat. Er recherchierte in Archiven und Zeitungen, im Internet, in Büchern und in Chroniken der Gemeinden und befragte 20 Zeitzeuginnen und Zeitzeugen aus Etzersdorf, Rollsdorf, St. Ruprecht/Raab und Unterfladnitz. Was geschah im zweiten Weltkrieg in der Region rund um St. Ruprecht/Raab? Inwieweit war die Bevölkerung in der NS-Bewegung aktiv? Wie gingen die Menschen mit den teilweise traumatischen Erlebnissen um? Konnten sie darüber sprechen?
Das Straßenmädchen Saraja hat Großes vor: Sie möchte die hartherzige Königin der Märchenstadt Arkus stürzen, denn seit Schiija an der Macht ist, besteht das Leben für die Bewohner fast ausschließlich aus harter Arbeit. Jahr für Jahr fordert die Herrscherin über Arkus von jedem Untertan ein Weihnachtsgeschenk, und - sollte es ihr nicht gefallen - wird der Geber dafür in Stein verwandelt. Ihr Plan ist es, das ganze Reich zur Diamantstadt erstarren zu lassen. So läuft Saraja und ihren Freunden und Helfern die Zeit fort. Sie müssen schnell das schönste Kleid, die größte Zuckerstange und den wertvollsten Schmuck besorgen, denn nur so können sie den Kampf gewinnen. (v.f.)
Seit ihrer Kindheit träumt die Köchin Cathy davon, ein eigenes Restaurant zu führen. Doch ein Streit mit ihrer Chefin zu viel und sie steckt plötzlich in ernsten finanziellen Schwierigkeiten. Eine neue Anstellung auf ihrem Niveau zu finden, erweist sich als fast aussichtsloses Unterfangen. Und so sieht sich Cathy mit fast 40 Jahren gezwungen, das zu nehmen, was gerade da ist: Kantinenköchin in einem Heim für unbegleitete minderjährige Flüchtlinge. Dosenravioli, Mikrowelle und eine ungeschickte Küchenbrigade aus Heimbewohnern: Cathy ist in die kulinarische Hölle geraten. Ihr Traum scheint in weite Ferne gerückt. Oder doch nicht?
in Porträt über das inspirierende Leben von Marlies Krämer, einer deutschen Feministin, die seit mehr als 30 Jahren für die Gendergerechtigkeit in der deutschen Sprache kämpft. Unermüdlich und entschlossen streift Marlies Krämer ihre Vergangenheit als entmündigte Ehefrau der 70er-Jahre ab. Seither verfolgt sie beharrlich ein Ziel: in Sprache und Wort als Frau erkennbar zu sein. Erfolge und Rückschläge begleiten diese Geschichte einer gut gelaunten Kämpferin. "In fast altmodischer Zurückhaltung begegnet der junge deutsch-kolumbianische Filmemacher der Unbeugsamen und zeigt, dass auch in der saarländischen Provinz die internationale Solidarität lebt." (Quelle: Dok Fest München)
Isabelle ist eine sehr engagierte Frau. Sie hilft bei gemeinnützigen Einrichtungen, eilt von einem Bedürftigen zum nächsten, von der Kleiderspende zur Suppenküche. Isabelle ist einfach süchtig nach Wohltätigkeit, ein wandelndes Helfersyndrom. Mit viel Leidenschaft unterrichtet sie Lesen und Schreiben in einem Sozialzentrum. Ihre Schüler können ihren Methoden zwar nicht immer folgen, doch die Klasse hat Isabelle als über-fürsorgliche Beschützerin akzeptiert. In der Parallelklasse aber unterrichtet die junge und kluge Elke, die mit ihren modernen Methoden Alphabetisierungs-Wunder bewirkt. Wenn auch ungewollt, lockt Elke damit Isabelles Schüler in ihren Kurs. Und plötzlich ist es mit Isabelles Sanftmut vorbei. Sie ist eifersüchtig und kann den Gedanken nicht ertragen, von ihren Schützlingen verlassen zu werden. Isabelles Eifer gerät außer Kontrolle. Schnell verfällt sie auf noch größere Anstrengungen, um ihre Schüler von ihren unbegrenzten Großzügigkeits-Ressourcen zu überzeugen: sie lässt sich auf das waghalsige Abenteuer ein, ihre teilweise noch nicht alphabetisierten Schüler kostenlos in die Fahrschule zu schicken. Mit einem zur Mildtätigkeit erpressten Partner gründet Isabelle die erste soziale Fahrschule. Doch dann sind es diejenigen Menschen, die ihr am nächsten sind, die ein wenig mehr von ihrer sonst so maßlos verteilten Großzügigkeit und Liebe einfordern: ihre Familie. (Quelle: Verleih)
Als tragikomischer Clown "Bip" inspiriert der berühmte Pantomime Marcel Marceau bis heute Menschen auf der ganzen Welt. Ikonisch: Das weiße Ringelhemd, das weiß geschminkte Gesicht sowie der zerbeulte Seidenhut mit der roten Blume. Der tragische Hintergrund seiner Kunst blieb jedoch lange verborgen. Sein jüdischer Vater wurde in Auschwitz ermordet, woraufhin sich Marceau der Résistance anschloss. Mit seinem Cousin Georges Loinger schmuggelte er jüdische Kinder über die Grenze in die Schweiz. Samt Gesten und Mimen brachte er ihnen bei, in Gefahrensituationen nicht zu sprechen. Stille verhieß Überleben. Beeinflusst durch Stummfilmgrößen wie Buster Keaton und Charlie Chaplin schuf er nach dem Krieg eine einzigartige Kunstform daraus, die seine Erb*innen bis heute weiterführen. (Quelle: Verleih)